Harvey

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Harvey

Beitrag#1 » Mittwoch, 11.10.2017, 02:36

Name: Harvey Matter
Geschlecht: Männlich
Alter: 27
Eltern: Ferdinand und Elisabeth Matter, beide verstorben
Geschwister: keine
Primärwaffe: Bogen
Talente: Redsoneschaltungen bauen oder erfinden; Informationen beschaffen und aufzeichnen; beobachten

Geschichte:

Original (lange Version):
Spoiler: anzeigen
VORAB: Die ersten 4 "Kapitel" befassen sich nur mit der Geschichte seiner alten Heimat, Harvey selbst kommt lediglich im 5. "Kapitel" vor.


Kapitel 1: die Vorgeschichte Aaradors

Nachdem die Monster geschlagen waren, bildeten sich schnell Gruppierungen von Menschen, Zwergen, Elfen und Orks, welche miteinander um die Vorherrschaft in der Oberwelt konkurrierten. Vor der Entstehung der acht Völker gab es viele kleine Zusammenschlüsse und später auch Eidgenossenschaften, welche ein bestimmtes Gebiet für sich beanspruchten und dort ihre Vorherrschaft sicherstellten, wodurch es jedoch auch zu häufigen Auseinandersetzungen und Kriegen kam. Auch innerhalb dieser „Fürstentümer“ gab es oft Streit und Bürgerkriege. In einem dieser Bürgerkriege setzte sich die Familie Dorincek durch, welche damit die Alleinherrschaft über das Gebiet erlangte. Dadurch kam es zu einer absolutistischen Monarchie seitens der Dorinceks, welche es schnell schafften, den Großteil der anderen Mitglieder ihres Zusammenschlusses für sich zu gewinnen und Rebellen und andere Machthungrige, welche sich noch Hoffnungen machten, selbst an die Macht kommen zu können, zu beseitigen oder zu vertreiben. Sie gaben ihrem Herrschaftsgebiet den Namen „Aarador“ und erschufen eine der ersten gesellschaftlichen Strukturen nach der Ära der Monster. In den benachbarten Fürstentümern herrschten jedoch weiterhin lange Auseinandersetzungen über die Vorherrschaft im jeweiligen Gebiet, was es den Monarchen und ihren Verbündeten leicht machte, in diese Gebiete einzufallen und dort ebenfalls die Herrschaft zu übernehmen. So wuchs Aarador, das Einflussgebiet der Dorinceks, immer weiter an. Nach einiger Zeit hatten sich in den meisten anderen Gruppierungen jedoch ebenfalls Monarchen oder Tyrannen durchgesetzt, unter deren Führung dieselben an Ordnung und damit auch an Stärke gewannen. Als die Fronten aufeinandertrafen, kam es zu langen Stellungskriegen zwischen den Fürstentümern.
Während die Stellungskriege tobten, wurde die Forschung immer bedeutender. Die meisten Mitglieder Familie Matter war wenig interessiert an den blutigen Schlachten und den Eroberungen, welche von den Dorinceks betrieben wurde. Sie widmeten sich lieber den vielen Erkenntnissen und Geheimnissen, welche die nun von den Monstern befreite Welt bereithielt. Sie studierten alte Aufzeichnungen früher lebender Elfen und Orks und machten auf deren Grundlage einige Experimente. Auch in anderen Fürstentümern wurde umfangreiche Forschung betrieben. In einer großen Schlacht zwischen zwei Fürstentümern wurden so erstmals seltsame Flüssigkeiten, heute als Tränke bekannt, eingesetzt, was eine völlige Neuerung darstellte. Die Wirkung der Tränke war verheerend, wodurch das sie benutzende Fürstentum als Sieger aus der Schlacht hervorging. Diese Ereignisse führten zu großen Unruhen in den anderen Fürstentümern. Als ein Spion Aaradors eines Tages von einem Wissenschaftler namens Charles Nether berichtete, der ein seltsames Portal aus Obsidian gebaut hatte und seltsame, dunkelrote Pflanzen auf einem ebenso seltsamen Sand anbaute, kam es zu großem Aufsehen bei den Matters und anderen Wissenschaftlern. Sofort bauten sie ein Portal nach der Anleitung des Spions und erforschten es umfangreich. Doch erst, als jenes Fürstentum, welches aufgrund seiner Entdeckung der „Netherwarzen“, wie sie auch heute noch genannt werden, inzwischen schon allgemein als „purpurne Nation“ bekannt war, bereits im Begriff war, das Aarador mit ihren Tränken zu überrollen, machten die Wissenschaftler den Durchbruch, indem sie das Obsidianportal anzündeten. Nun hatte Aarador ebenfalls Tränke zur Verfügung, wodurch es die purpurne Nation schließlich zurückschlagen konnten. Der Konflikt zwischen Aarador und der purpurnen Nation wurde nun nicht nur in der Oberwelt, sondern auch in jener Welt jenseits des Portals, welche allgemeinhin als der „Nether“ bezeichnet wurde, ausgetragen. Beide Fürstentümer breiteten sich immer weiter aus und unterjochten nach und nach alle Gebiete, welche es noch nicht geschafft hatten, in den Nether zu gelangen.


Kapitel 2: Bevölkerung des Ends

Zügig überbrachten Spione anderer Fürstentümer denselben die Botschaft von den seltsamen Obsidianportalen, wodurch nach und nach jedes Fürstentum Zugang zum Nether erhielt. Die Auseinandersetzungen zwischen den Fürstentümern setzte sich fort, doch gab es in Aarador nach wie vor einige Wissenschaftler, welche sich lieber mit ihrer Umwelt befassten. So wurde auch das Gebiet unter den Ländereien immer weiter erforscht und immer tiefer vorgedrungen, bis man schließlich auf ein unterirdisches Gemäuer stieß, welches ein Konstrukt aus Lava und recht seltsamen Aussparungen beinhaltete. In manchen dieser Aussparungen befanden sich jene seltsame, augenähnliche Kugeln, auch Enderaugen genannt, welche man manchmal von Endermen extrahieren konnte. Bisher wurden diese hauptsächlich zur Dekoration genutzt, doch jetzt schienen sie einen wirklichen Nutzen für Aarador zu haben. Henry Matter, der das Endportal entdeckte und mit Enderaugen füllte, war der erste Pionier, der einen Fuß in diese neuartige Welt setzte. Die Dorinceks sahen in dieser Welt eine großartige Möglichkeit, um der Überbevölkerung, welche zur damaligen Zeit in Aarador überhand zu gewinnen drohte, entgegenzuwirken. Zudem konnten die Forschungslabore und Lagerhallen ebenfalls nach dort verlegt werden, welche in der Oberwelt oft feindlicher Zerstörungswut und Plünderung ausgesetzt waren. Nachdem also das Monster, welches auf der schwebenden Insel entdeckt wurde und die Pioniere angriff, getötet war, wurde die unterirdische Anlage, in welcher sich das Portal befand, zu einer fürstlichen Bunkeranlage umgebaut. Jenseits des Portals entstanden nach und nach mächtige Gemäuer, welche eine ganze Stadt beinhalteten und sich immer weiter in die Leere des Ends erstreckten.
Bald schon lebte ein Großteil der Aaradorer in dieser neuartigen Welt. In ihr wurden nun die Experimente der Forscher betrieben, die Nahrung und das benötigte Holz angebaut, Waffen hergestellt und Ressourcen gelagert. Die unterirdische Festungsanlage war von außen so gut wie uneinnehmbar und so waren die Reichtümer Aaradors von da an gut vor feindlichen Übergriffen und Raubzügen geschützt. Die Besiedlung des Ends hatte zudem noch einen weiteren strategisch positiven Effekt: durch die hohe Konzentration an Endermen gab es Enderperlen im Überfluss. Diese verhalfen den Monarchen und ihrem Gefolge, Aarador immer weiter auszuweiten und der Vorherrschaft in Nether und Oberwelt immer näher zu rücken. Vor der purpurnen Nation, welche noch immer den Nether dominierte und nach wie vor der größte Rivale Aaradors war, hielt es sich jedoch zurück. Auch die purpurne Nation selbst hütete sich vorerst davor, Aarador ein weiteres Mal anzugreifen.


Kapitel 3: Kathrin Dorincek

[wird später etwas genauer ausgeführt]:
Nachdem die Matters das End entdeckt und besetzt hatten, bestand ein Kräftegleichgewicht zwischen Aarador und der purpurnen Nation, was beide Parteien veranlasste, sich im Kampf um die Vorherrschaft Verbündete zu suchen. Wie auch in Aarador selbst war in Silenz, dem größten mit ihm verbündeten Fürstentum, eine Monarchie entstanden, deren Grundregeln auf der familiären Vererbung ihrer absolutistischen Machtansprüche basierten. Dies führte schnell zu der Überlegung, Kathrin Dorincek, welche zu jener Zeit einen Anspruch auf den aaradorer Thron hatte, mit dem dortigen Monarchen zu vermählen und Aarador und Silenz zusammenzuführen. Dabei versuchte man jedoch zu erreichen, dass Aarador stets die Oberhand behielt. Doch viele Bürger Silenz‘ sträubten sich gegen die Vorstellung, von Dorinceks regiert zu werden und waren diesen Plänen gegenüber eher mürrisch gestimmt.
Vielmehr strebte Silenz selbst nach Macht und Vorherrschaft. Man malte sich aus, die Herrschaft über Aarador der silenzischen Monarchie unterzuordnen und plante nach der Hochzeit Kathrins einen Anschlag. Kathrin überlebte diesen jedoch und die Dorinceks planten entsprechende Gegenmaßnahmen gegen die aufständischen Silenzer. Leider konnten sie es sich nicht leisten, gleichzeitig einen Krieg gegen Silenz und die purpurne Nation zu führen.
Nach einem von silenzischen Beauftragten inszenierten Anschlag auf Kathrins Gatten wurde ihr dieser in die Schuhe geschoben, um einen Anlass zu haben, sie zu stellen. Sie wurde wegen Hochverrats an Silenz angeklagt und von einem inoffiziellen Vollzugskommando hingerichtet.


Kapitel 4: Der Fall der Dorincek-Dynastie

Nach der Hinrichtung Kathrins war das Bündnis zwischen Silenz und Aarador endgültig vorbei. Aarador versuchte, seine Unabhängigkeit von Silenz wiederzuerlangen, was jedoch nicht ohne Konflikte vonstattenging. Die purpurne Nation witterte ihre Chance und griff Aarador sofort an. So entstand ein Zweifrontenkrieg gegen die purpurne Nation und Silenz. Aarador konnte Silenz schnell in die Schranken weisen, dennoch war die purpurne Nation im Vorteil. Aarador war eingekesselt und konnte sich nur mäßig verteidigen. Einige Dorinceks flohen in die anderen verbündeten Fürstentümer und versteckten sich dort oder versuchten, Aarador aus der Ferne zu helfen.
Auch, wenn andernorts einige Siege seitens der Verbündeten Aaradors erzielt wurden, war die strategische Überlegenheit der purpurnen Nation an der Grenze zwischen derselben und Aarador deutlich zu spüren. Auch, wenn die Schlachten auf beiden Seiten ihre Opfer forderten, rückte die purpurne Front immer weiter vor. Die angrenzenden Fürstentümer wurden von der purpurnen Nation blitzartig überrollt, sodass sie Aarador schnell umzingeln konnte. Von überall wurden Übergriffe auf Aarador ausgeführt, und jedes Mal wurde es ein Stück kleiner. Die Dorinceks zogen sich ins End zurück, von wo aus sie ständig Soldaten in den Untergang schickten. Als die Grenzen der purpurnen Nation nur noch wenige Chunks vom Zugang zu jener unterirdischen Bunkeranlage entfernt war, beschloss man, den Zugang zu verschütten und sich vollends ins End zurückzuziehen. Das Militär der purpurnen Nation war zwar zunächst verwundert, dass die Bevölkerung Aaradors einfach verschwunden war, doch wurde es schnell von den umliegenden Fürstentümern, welche sich weiterhin gegen die Nation wehrten, abgelenkt. Die Erfolge der purpurnen Nation gingen vorerst weiter, doch stieß sie schnell auf ebenbürtige Gegner und wurde letztendlich sogar zurückgedrängt.
Aarador geriet in der Oberwelt schnell in Vergessenheit, doch existierte es im End weiter. Zunächst waren einige der Dorinceks auf Rache aus und versuchten, die Bürger Aaradors zu einem Gegenschlag zu mobilisieren. Doch einige verloren schnell das Gehorsam und stemmten sich gegen ihre Monarchen auf. Viele gaben den Dorinceks die Schuld an den großen Verlusten und der Niederlage im Kampf gegen die purpurne Nation. Einige bezeichneten die Dorinceks als Feiglinge, da Mitglieder ihrer Familie während des Krieges geflohen waren und sich so ihrer Verantwortung Aarador gegenüber entzogen hatten. Dies alles führte zu umfangreichen Aufständen gegen die Monarchen, welche schließlich abdanken und dem von den Bürgern geforderten Parlament, welches sich zuvor bereits stellenweise in der Oberwelt bewehrt hatte, die Herrschaft überlassen mussten. Die Dorinceks, welche sich noch in Aarador befanden, wurde sogar beinahe von wütenden Bürgern und Selbstjustizlern ausgelöscht. So existierte Aarador unter der Herrschaft dieses Parlaments für lange Zeit weiter, während jenseits des Portals, in der Oberwelt, die Verbündeten Aaradors und der purpurnen Nation geschlagen wurden und schlussendlich acht Völker aus den Kriegen herausgingen, zwischen denen bis heute mehr oder weniger Frieden herrschte.


Kapitel 5: Das Ende Aaradors

Harvey Matter war ein Nachkomme Henry Matters und gehörte damit einer Ahnenreihe von Wissenschaftlern an. Die Erinnerungen an die Oberwelt wurden von ihr und einigen anderen Bewohnern noch immer festgehalten, auch wenn man das End bereits als neue Heimat Aaradors betrachtete und niemand auf die Idee kam, es zu verlassen. Schon als Kind war Harvey enorm neugierig und zeigte schnell sein Interesse für die Geschichten und Erzählungen über die Oberwelt. Auch interessierte er sich sehr für das kaum benutze Redstone, welches massenhaft in den Lagern der aaradorer Endweltfestung zu finden war. Harveys Vater brachte ihm einiges über diese seltsame Ressource bei und Harvey war fasziniert davon, welche Möglichkeiten etwas so Unscheinbares bereithielt. Wenn er nicht gerade dabei war, in einem der zahlreichen Büchern über die Oberwelt herumzustöbern oder einer der spannenden Geschichten über dieselbe zu lauschen und von seiner Mutter nicht gerade in Sachen Nahrungsmittelanbau und sonstiger Ressourcenbeschaffung unterrichtet wurde, half er seinem Vater bei seinen Experimenten mit jenem roten Staub. Doch nicht alle Bewohner Aaradors waren so zufrieden mit der aktuellen Situation. Manche wollten nicht wahrhaben, dass sie in einer Gesellschaft aufwuchsen, welche einmal so mächtig gewesen sein soll und sich einfach so von der Oberwelt hatte vertreiben lassen.
Eine Familie, in der dieser Gedanke ganz besonders ausgeprägt war, war die Familie Tiquene. Sie waren damals auf der Seite der Dorinceks gewesen und wollten ebenfalls einen Rückschlag gegen die Mächte der Oberwelt durchsetzen. Nach dem Fall der Dorincek-Dynastie planten sie mehrere Putschversuche gegen das anschließend herrschende Parlament, welche jedoch scheiterten und bei den meisten Mitgliedern der Familie zu Gefangenschaft oder zur Verbannung aus der nach wie vor wachsenden Endweltfestung führten. So trug sich die Verärgerung der Tiquenes und anderer, ähnliche gesinnter Familien über das Parlament von Generation zu Generation weiter. Innerhalb der Familien wurde stets nur schlecht über das Parlament geredet, da man verbittert über das Ende der einstigen aaradorer Herrlichkeit war. Die Tiquenes wurde nach einiger Zeit zwar wieder in Aarador geduldet, doch schlossen sie sich jenen aaradorer Bürger an, welche sich nun größtenteils selbst von der Gesellschaft Aaradors abgrenzte. Oftmals verboten sie ihren Nachkommen den Umgang mit anderen Aaradorern, vor allem, wenn diese aus derselben Familie wie eines der Parlamentsmitglieder stammten. So wurde jede Generation aufs Neue zu missmutigen Parlamentsgegnern erzogen, seitens derer es nicht selten zu gescheiterten Übergriffen auf dasselbe kam.
Doch einem dieser Nachkommen, Eric Tiquene, versuchte mehr, als nur mit blinder Gewalt auf das Parlament und dessen Unterstützer einzuprügeln. Er war ein geschickter Redner und Stratege, und war fest davon überzeugt, Aarador könne zu seiner alten Größe zurückkehren. Er distanzierte sich zunächst von seiner Familie und den anderen Parlamentsgegnern und wurde politisch aktiv. Er fing damit an, auf dem Versammlungsplatz oder dem Markt Reden zu halten und experimentierte zunächst mit der Menge herum. Schließlich schaffte er es, viele Leute zu begeistern und als seine Verbündeten zu gewinnen. Nach und nach sprach sich die Kunde von seinen mitreißenden Reden herum, und sein Publikum wuchs. Immer mehr Aaradorer standen hinter ihm, bis er sogar die Möglichkeit bekam, dem Parlament beizutreten. Er wusste um die kleinen aber dennoch vorhandenen Missstände in der aaradorer Gesellschaft und sagte seinem Publikum stets genau das, was es hören wollte. So lenkte er das Interesse der Bevölkerung langsam aber sicher auf die Oberwelt. Er verbreitete das Bedürfnis, zur Oberwelt zurückzukehren, und schaffte es letztendlich sogar, die Mehrheit der Parlamentsmitglieder zu überzeugen, jenes Portal in die Oberwelt wieder freizugeben. Der Zugang zur alten, unterirdischen Festung, welche einst den Zugang zum End für Aarador ermöglicht hatte, wurde wieder freigebuddelt und die Aaradorer wollten wieder damit beginnen, Kontakt zur Oberwelt aufzunehmen. Doch dann offenbarten sich Erics tatsächliche Absichten.
Zusammen mit seinen Verbündeten fand Eric alte Aufzeichnungen, welche noch aus den Zeiten stammten, in denen die Wissenschaftler Aaradors in den Nether vordrang und alle erdenklichen Informationen über denselben sammelte. Diese beinhalteten eine Anleitung zum Erschaffen eines jener legendären Monster, welche einst die die Oberwelt regiert hatten. In der Oberwelt wusste man schon einiges über diese Kreatur, welche dort als „Wither“ bezeichnet wurde. Dennoch waren Wither vielerorts gefürchtet und man erschuf sie normalerweise nur in speziell abgeriegelten Anlagen, um von ihnen die kostbaren Nethersterne zu erhalten. Eric wollte diese Kreaturen nutzen, um die Oberwelt ins Chaos zu stürzen und die acht Völker anschließend zu überrollen. Wer von Erics Reden nicht bereits berauscht war, wurde von ihm und seinen Anhängern entweder mit Drohungen unterdrückt oder verfolgt und getötet. So konnte Eric sich trotz umfangreichem Widerstand seitens der Parlamentarier und Gewaltgegnern durchsetzen und herrschte von da an als Tyrann über Aarador.
Harveys Familie gehörte zu jenen, welche unerschütterlichen Widerstand gegen Eric leisteten. Dies wurde ihnen schnell zum Verhängnis, doch wurde Harvey aufgrund seiner anfänglichen Zurückhaltung unterschätzt und mit den Worten „Ich bin ein Freund des aaradorer Volks, nicht sein Feind“ von Eric freigelassen. Die Zahl der Freiheitskämpfer und Widerständler wurde immer geringer, da sie entweder ausgelöscht wurden oder sich Eric aus Angst unterwarfen. Der Widerstand, zu dem Harvey sich nach dem Vorbild seiner Eltern gesellte, hatte den Plan, alle Unterdrückten und Wiederständischen Aaradorer in die Oberwelt zu geleiten und die Völker der Oberwelt vor Erics Plänen zu warnen. Doch entpuppte sich ein Mitglied des Widerstands als Spion Erics, sodass der Wiederstand gezielter verfolgt und bekämpft werden konnte. Somit gab es kaum noch Möglichkeiten, die Tyrannei Erics aufzuhalten und Harvey floh in die Lagerhallen Aaradors, wo er darüber nachdachte, was nun zu tun sei. Hätte Eric seine Pläne wirklich umgesetzt, so hätte dies katastrophale Folgen für die Oberwelt gehabt. Daher beschloss er, lieber einige wenige zu opfern und die Verbindung zwischen Aarador und der Oberwelt zu kappen, um das Vernichten der acht Völker der Oberwelt zu verhindern. Da er sichergehen wollte, dass Eric die Verbindung zur Oberwelt nicht wiederherstellen konnte, wollte er die Überreste Aaradors ins Chaos stürzen und in der Oberwelt nach den letzten Verbündeten Erics suchen, um diese unschädlich zu machen. Er nahm sich also etwas TNT, ein Feuerzeug einige Redstonekomponenten und schlich sich in die Netherabteilung des Lagers. Da er sich stets für die Mysterien der Oberwelt und des Nethers interessiert hatte, hatte sein Großvater ihm oft von den Kreaturen dort erzählt. Besonders der Wither und die Eisengolems ware im Wissenserbe der Matters stark vertreten, da sie die einzigen Oberweltkreaturen waren, welche man auch im End beschwören konnte. So nutzte Harvey die Ressourcen im Lager und sein Wissen, um zunächst einige Golems und später, im Schutze des durch die Golems verursachten Chaos, sogar einen Wither zu erschaffen. Während dieser die Endweltfestung zertrümmerte und Erics und sein Gefolge ablenkten, rannte Harvey schnell durch das Portal, welches daraufhin von den Trümmern der Portalhalle vollends vernichtet wurde. In der Oberwelt angekommen, verschüttete Harvey das Portal auch von der anderen Seite und wandelt seitdem sein Wissen neugierig erweiternd in der Oberwelt umher, stets darauf bedacht, dass Aarador auf ewig nichts weiter als ein Phantom der Vergangenheit bleiben möge.


Kurzfassung (für die Lesemuffel):
Spoiler: anzeigen
Harvey rappelte sich auf, griff nach der Ladung TNT, welche er hatte fallen lassen und rannte weiter in Richtung des Portals. Keine Zeit, um nachzusehen, über was er da gestolpert war. Hinter ihm das Krachen der brechenden Mauern der einst so mächtig aufragenden Festung, in welcher er geboren war. Er rannte über das helle Endgestein, wich einigen Endermen aus, welche sich in Panik umherteleportierten und hielt in großen Sätzen auf den Grundsteinkreis zu, welcher den einzigen verbliebenen Ausgang aus dieser Welt umrandete. In Eile fügte er dem beinahe komplett verschütteten Portal eine Redstoneapparatur hinzu, welche nach einer kurzen Verzögerung auch den Letzten Endportalblock vernichten würde, und sprang, eine untergegangene Zivilisation zurücklassend, durch diesen hindurch. Kaum war er in der Oberwelt angekommen, ging er durch das Gemäuer der unterirdischen Burg der alten Dorincek-Dynastie und platzierte all das TNT, welches er bei sich trug. Nachdem Harvey einen letzten Blick auf den mit Enderaugen besetzten Rahmen geworfen hatte, welcher den Zugang zu jener Endwelt umfasste, aus der er soeben geflohen war, verließ er die Bunkeranlage und zündete dabei das TNT, welches dem Ausgang am nächsten war. Eine gewaltige Kettenreaktion zertrümmerte das gesamte Gemäuer, welches das Portal und damit Harveys alte Heimat unter ich begrub.
Als Harvey den langen, langsam steigenden Tunnel, welcher das unterirdische Gemäuer mit der Erdoberfläche verband, verließ, hielt er sich, geblendet von der Sonne, die Hände über seine smaragdgrünen Augen. Ein Leben lang war er höchstens das Licht einiger Fackeln gewohnt gewesen, ansonsten gab es in seiner alten Heimat nur Dunkelheit und Leere. Er fand sich in einer Welt wieder, von welcher er bislang lediglich aus einigen Erzählungen, Bildern und Büchern erfahren hatte. Vorsichtig aber neugierig machte er die ersten Schritte hinein in diese für ihn völlig neuartige Welt, bereit, ihre Wunder und Geheimnisse zu ergründen. Langsam zog er ein etwas mitgenommen aussehendes Buch und eine Feder hervor und fing völlig überwältigt an, Notizen und Zeichnungen anzufertigen und die Welt um ihn herum bis ins Detail zu ergründen.
Nach einer langen Wanderschaft und einigen interessanten Erfahrungen beschloss Harvey schließlich, sich nahe einer der acht vorherrschenden Völker anzusiedeln und seine Erkenntnisse über die Oberwelt und den Nether, welchen er ebenfalls schnell aufsuchte, zu erweitern und mit anderen zu teilen. Dass sein Wissen ihm auch in Sachen Handel und Reisen nützlich sein würde, war dabei ein zusätzlicher positiver Faktor. Seitdem führt er ein normales Leben, als hätte er schon immer in der Oberwelt verkehrt. Niemand weißt jedoch, dass Harvey stets darauf gesinnt ist, jegliche Verbindung zwischen der Oberwelt und seiner alten Heimat zu vermeiden.
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